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DRUCK- UND VERLAGSGEWERBE

//  DRUCKERSCHWÄRZE UND DIGITALISIERUNG

Das geschriebene Wort besitzt in Leipzig einen besonderen Stellenwert. Historisch verwurzelt in der florierenden Buchindustrie der Gründerzeit und einem wegweisenden Pressemarkt, hat sich das Gesicht der Druck- und Verlagsstadt Leipzig gewandelt. In den Bereichen Drucktechnik, Verlagswesen und Journalismus setzt die Ausbildung nationale Maßstäbe. Die Literatur ist wichtiger Bestandteil in Lehre und Kultur, im Druckgewerbe stellen Großdruckereien und kleine Betriebe hochwertige Printprodukte her, während Redaktionen die Herausforderungen der Digitalisierung annehmen und gestalten. Eine spannende Branche in spannenden Zeiten. 

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DRUCKGEWERBE UND BUCHMARKT

// ERFOLGSGESCHICHTE EINER BUCHSTADT

Wenn in einer Stadt ein ganzes Viertel einst aus Druckereien bestand; wenn renommierte Verlage ansässig waren und den Großteil aller in Deutschland gedruckten Bücher herstellten; wenn sich heute eine moderne Druckbranche, ein aktives Verlagswesen, ein anerkannter Literaturbetrieb und eine internationale Buchmesse in derselben Metropole befinden – dann darf man sie mit Recht als „Buchstadt“ bezeichnen.

In der Gründerzeit hatten große Druckereien und bekannte Verlage in Leipzig ihren Hauptsitz, deren Tradition heute von polygraphischen Betrieben, jungen und etablierten Verlagen und engagierten Literaturmachern fortgeführt wird.

// SCHRIFTSTELLER, DRUCKTECHNIKER, VERLAGSMANAGER – MAN LERNT NIE AUS

Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig vermittelt im Schwerpunkt Buchwissenschaft umfassendes Wissen zum Verlagsgewerbe. Am Deutschen Literaturinstitut Leipzig erhalten Studenten eine universitäre Ausbildung als Schriftsteller, von der in jüngerer Zeit preisgekrönte Autoren wie Clemens Meyer oder Juli Zeh profitiert haben. Die Werke vieler Leipziger Autoren können von hochmodernen Druckereien wie Messedruck, von Unternehmen mit 100-jähriger Tradition wie der Druckerei Roland Koch oder von kleineren Druckereien gefertigt werden.

Verlage wie die Seemann Henschel GmbH oder die Leipziger Niederlassung des Ernst Klett Verlags arbeiten erfolgreich von Leipzig aus. Doch auch viele kleine und mittlere Verlage prägen mit unterschiedlichen Profilen und einem ausgewählten Programm das neue Gesicht der Buchstadt Leipzig.

Sie zählen dabei auf Absolventen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, die ihren Abschluss in Buch- und Medienproduktion oder Buchhandel und Verlagswirtschaft gemacht haben.

 

PRESSEMARKT

// DIE WIEGE DER WELTÖFFENTLICHKEIT

Der 1. Juli 1650 war die Geburtsstunde des globalen Pressemarkts – und der Geburtsort heißt Leipzig. An jenem Tag veröffentlichte der Verlegersohn Timotheus Ritzsch in Leipzig die Einkommende Zeitungen als weltweit erste Tageszeitung. Ihr Prinzip würde die nächsten 350 Jahre das entscheidende Medium in der Massenkommunikation sein und einen Zustand herstellen, der heute eine Selbstverständlichkeit ist: die Weltöffentlichkeit.

Knapp 250 Jahre später wurde erstmals die Leipziger Volkszeitung gedruckt. Heute ist die LVZ mit neun Regionalausgaben, einer Auflage von 218.000 Exemplaren und der hauseigenen Zeitungsdruckerei Leipzig die größte Tageszeitung der Stadt – aber bei weitem nicht das einzige Printmedium im urbanen Pressemarkt. Die lokale Redaktion der BILD, das monatliche Stadtmagazin Kreuzer mit eigenen Ressort- und Fachredakteuren sowie zahlreiche weitere Wochenzeitschriften und Monatsmagazine wie zum Beispiel Frizz und Prinz, die Obdachlosenzeitung Kippe und viele Stadtteilzeitungen sorgen für die notwendige publizistische Vielfalt in der sächsischen Metropole.

// FLAGGSCHIFFE UND KREUZER SCHLAGEN WELLEN

Die Digitalisierung stellt auch den Leipziger Pressemarkt vor neue Herausforderungen. Das Flaggschiff LVZ flankiert seine Printausgabe mit ausführlichem Webauftritt und E-Paper, während Monatsmagazine wie der Kreuzer in ihren Online-Ausgaben schnell auf aktuelle Themen reagieren, zusätzliche Inhalte anbieten und auf Termine aufmerksam machen. Zudem steigt die Leserschaft rein digitaler Journalismus-Formate wie die tagesaktuelle Leipziger Internetzeitung kontinuierlich an.

All diese Redaktionen profitieren von einem hervorragend ausgebildeten Nachwuchs. Schließlich genießen die Abteilung für Journalistik der Universität Leipzig und die Leipzig School of Media einen erstklassigen Ruf in der Branche. Sie versorgen die Presselandschaft jährlich mit Jungjournalisten, die den Qualitätsjournalismus in der Stadt in Zukunft prägen werden.